Test: Digitales Wissen 2020

Was ist TikTok? Wer ist der Chef von Amazon? Wo gilt die Datenschutz-Grundverordnung? Eigentlich sollte jeder in der Lage sein, diese Fragen zu beantworten. Zumindest, wenn es – wie bei „Wer wird Millionär“ – vier Antworten zur Auswahl gibt. Zum zweiten Mal nach 2019 wurden 1.000 Deutsche ab 18 Jahren (bevölkerungsrepräsentativ nach Alter und Geschlecht) befragt. Der Test zum Digitalen Wissen wurde von Solveta gemeinsam mit dem Departement Wirtschaft der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg entwickelt und umfasst 48 Fragen, für deren Beantwortung man gut 8 Minuten benötigt.

Viel Luft nach oben

Wenn es stimmt, dass eine größere Geschwindigkeit bei der Digitalisierung in Deutschland für Bundeskanzlerin Angela Merkel „eine Herzensangelegenheit“ ist, dann müssten ihr die Ergebnisse des Tests „Digitales Wissen 2020“ das Herz brechen. Denn der durchschnittliche Deutsche beantwortet nur knapp 20 von 48 Fragen richtig. Die Verbesserung zum Vorjahr ist minimal und resultiert eher aus leichteren Fragen als aus einem besseren Digital-Know-how. Bevor Sie weiterlesen, sollten Sie den Test zunächst einmal selbst machen. Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenlos. Und nach der Beantwortung aller Fragen erhalten Sie Ihre individuelle Testauswertung per E-Mail.

Digitaler Wissenstest

Die Ergebnisse im Detail

Im Durchschnitt wurden 41 % (Vorjahr: 38 %) der Fragen richtig beantwortet. Männer liegen rund fünf Prozentpunkte vor den Frauen, Junge etwa acht Prozentpunkte vor den Alten. Teilnehmer mit einem abgeschlossenen Studium liegen knapp oberhalb des Durchschnitts, genauso wie Schüler, Studenten und Selbständige. Eine detaillierte Auswertung der sechs Wissensbereiche zeigt deutlichere Unterschiede.

  • Im Bereich Technologie liegt der Durchschnitt bei 39 % (Vorjahr 40 %). Immerhin zwei Drittel der Bevölkerung weiß, was ein Chatbot ist – im Gegensatz zu einer Blockchain, die gerade einmal 11 % richtig zuordnen (Vorjahr 12 %).
  • Die richtigen Antworten zu wirtschaftlichen Fragen stiegen von 26 % auf 33 %, allerdings resultiert diese Verbesserung eher aus leichteren Fragen. Nur 7 % wissen, dass der chinesische Singles Day die umsatzstärkste Shopping-Aktion ist und nicht der bei uns bekannte Black Friday. Immerhin 60 % verstehen den Begriff Venture Capital.
  • Die Ergebnisse im Bereich der Unternehmen blieben mit 45 % nahezu konstant (Vorjahr 44 %). Mit 88 % richtigen Antworten fällt die Frage nach dem größten Onlineshop den Teilnehmer am einfachsten im ganzen Test. Die Bekanntheit von DAZN ist von 64 % auf 74 % gestiegen. Dafür glauben 85 % der Teilnehmer, dass Snapchat zu Facebook gehört.
  • Die Anwendungspraxis wurde mit 48 % (Vorjahr 43 %) zum stärksten Bereich, allerdings auch hier eher durch einfachere Fragen. 82 % der Teilnehmer wissen, dass Sie nach dem Kauf in Online-Shops 14 Tage Rückgaberecht haben. Und 60 % erkennen, dass die Zahlung per Vorkasse ein höheres Risiko aufweist, als Kreditkarten, Überweisungen oder PayPal. Bei dieser Frage haben übrigens die Alten deutlich besser abgeschnitten als die Jungen!
  • Mit einem Index von 46 % (Vorjahr 45 %) haben sich die Ergebnisse im Wissensbereich Menschen kaum geändert. Jeff Bezos als Chef von Amazon kennen 70 % der Teilnehmer und auch Jack Ma ordneten 62 % richtig Alibaba zu. Doch womit Influencer ihr Geld verdienen, wusste kaum einer der Probanden.
  • Die Ergebnisse im Wissensbereich Gesellschaft blieben konstant bei 32 Punkten und sind damit insgesamt am schwächsten. Gute 85 % der Befragten wissen was Shitstorms sind, doch, dass Afrika nach Asien den zweithöchsten Anteil an mobiler Internetnutzung hat, wusste kaum einer. Auch den Geltungsbereich der DSGV haben gerade einmal 28 % richtig (erraten).

Was machen mit dem Wissen?

In einer anderen Befragung von 2.000 Führungskräften von Großunternehmen äußerten diese, dass das mit Abstand größte Hemmnis bei der Umsetzung der Digitalen Transformation die fehlenden qualifizierten Mitarbeiter mit Digital-Know-how seien. Kein Wunder, wenn man sich anschaut, auf welchem geringen Niveau das Digitale Wissen der Bevölkerung stagniert. Bereits 2016 stellte Solveta bei einer repräsentativen Befragung von 1.000 Mitarbeitern fest, dass 4 von 5 Arbeitnehmern sich Weiterbildung von ihrem Arbeitgeber im Rahmen der Digitalen Transformation erhoffen. Und Solveta bietet mit »Online your Mind!« eine kostengünstige Lösung, die den Mitarbeitern sogar Spaß macht!

Starten Sie doch mit einer unternehmensweiten Durchführung des Tests zum Digitalen Wissen von Solveta. So kann der Mitarbeiter sich im Vergleich zum Unternehmen und dem deutschen Durchschnitt einschätzen. Und das Unternehmen erhält eine Auswertung über den Wissenstand der Mitarbeiter (selbstverständlich anonym) und hat so schlagende Argumente für intensivere Bemühungen im Bereich der Weiterbildung! Sprechen Sie uns an.